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Uwe Sieling im Interview PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Mittwoch, den 04. Januar 2012 um 18:40 Uhr

 

Uwe Sieling, "Piwi"-Nachfolger als Trainer der Kreisliga-Fußballer der SG Hoya, hat sich einem Homepage-Interview gestellt.

 

Uwe, du übernimmst die SG-Fußballer von Jens Meyer, der dich sogar als seinen Nachfolger vorgeschlagen hatte. Wie beschreibst du euer Verhältnis und hattet ihr zuvor schon regelmäßige Kontakte?

 

Unser Verhältnis kann man als freundschaftlich kollegial bezeichnen. Wir haben einen ganz guten Draht zueinander und werden uns sicherlich noch des Öfteren austauschen. Wir hatten in den letzten Jahren jeweils in der  Vorbereitung bereits zweimal das Vergnügen, gegeneinander anzutreten, und waren auch der Meinung, dass der Austausch der Testspiele zwischen den Landkreisen Nienburg und Diepholz viel zu wenig ist und haben dem dann regelmäßig Abhilfe geschaffen. Es ehrt mich natürlich auch, dass Piwi mich zu seinen Nachfolger auserkoren hat. Wir sind wahrscheinlich aus dem gleichen Holz geschnitzt und sprechen die gleiche Sprache.

 

Du stehst unmittelbar vor dem Trainingsauftakt mit deinem neuen Team. Du hast einige Spiele am Ende der Hinrunde gesehen. Wie beurteilst du die Qualität der Truppe?

 

Die Qualität ist wirklich klasse. Durch den breiten und großen Kader gibt es einen gewissen Druck für jeden Spieler. In Sachen Schnelligkeit, Spielfreude sowie Lauf- und Einsatzbereitschaft macht der Mannschaft so schnell keiner was vor. Probleme gibt es eigentlich nur im Ausnutzen der Torchancen und im Tor. Dass man hier zeitweise mit Feldspielern im Tor spielen musste, geht eigentlich nicht. Dass die Mannschaft dafür aber im Moment den dritten Tabellenplatz bekleidet, ist umso bemerkenswerter und sicherlich auch mal als Lob anzuerkennen.

 

Wer dich seit der Verpflichtung beobachtet hat, der hat gesehen, dass du förmlich brennst und es kaum erwarten kannst, bis es endlich losgeht. Wie lautet dein Ziel für diese Saison?

 

Das Ziel kann eigentlich nur das Erreichen der Relegationsrunde und das Kreispokalfinale sein. In der Punktspielrunde ist Landesbergen der klare Favorit. Wenn nichts Außergewöhnliches passiert, sind die durch. Unser Kontrahent um den Relegationsplatz ist Nendorf. Hier gilt es natürlich, die Nendorfer zu überholen und sich den zweiten Platz zu schnappen. Schwierig, aber nicht unmöglich. Sollten wir zu Hause nicht großartig straucheln und auswärts kompakter und ruhiger spielen, ist es zu schaffen. Die Relegation ist dann sicherlich ein Höhepunkt für jeden Spieler. Selbst habe ich zwei Aufstiegsrunden in die damalige Amateuroberliga Nord gespielt und es kribbelt immer noch, wenn man an die ganze Dramaturgie denkt: Viele Zuschauer, Anspannung die ganze Woche, Konzentration, Nervenkribbeln, Kampf, Leiden, Freude, Trauer, Jubel, Begeisterung, Ernüchterung, Wut. Alle diese Elemente verkörpern eine Relegation, egal in welche Spielklasse man aufsteigen möchte, und ich wünsche es jedem Spieler , das einmal durchlebt zu haben. Es ist die Hölle, aber eine lohnenswerte Hölle. Im Pokal ist Nendorf auch noch auswärts unser Viertelfinalgegner. Wenn wir dort bestehen, ist alles möglich. Sollte man ins Endspiel einziehen, ist es sicherlich für jeden Spieler sowie auch Trainer und Betreuer ein Highlight, hieran teilzunehmen. Der Kreispokal hat im Landkreis Nienburg einen höheren Stellenwert als im Landkreis Diepholz und wird am Endspieltag auch mit zahlreichen Zuschauern und Fans beider Teams gewürdigt. Wer da nicht drauf brennt, einmal vor knapp 1000 Zuschauern als vor 50 zu spielen, hat dann auch sein Ziel klar verfehlt.

 

Sollte es mit Platz zwei und dem Erreichen der Relegations-Runde um den Aufstieg und die Rückkehr in die Bezirksliga klappen, wie beurteilst du die Erfolgs-Chancen?

 

Sollten alle Faktoren für eine Relegation geschafft sein und die Relegation auch noch erfolgreich bestritten werden, ist es wahrscheinlich leichter, im Bezirk zu verbleiben als aus der Kreisliga wieder einen Anlauf zu unternehmen, da einige Kreisvertreter in die Kreisliga Nienburg absteigen und diese dann erheblich aufwerten.

 

Sollte der Aufstieg nach einem Jahr Bezirksliga-Abstinenz gelingen, wäre das Team reif und stark genug, um dort zu bestehen?

 

Bestehen können wir dort sicherlich. Man darf den Gegnern nicht nur mit Angst gegenüberstehen, sondern muss seine eigenen Stärken ausspielen und auch im Training weiterentwickeln. Nur mit Teamgeist wirst du im Bezirk keinen Blumentopf gewinnen. Hier ist das spielerische Potenzial, was sicherlich vorhanden ist, doch um einiges stärker als in der Kreisliga. Wer im Bezirk nicht von der ersten bis zur letzten Minute alles gibt, wird hier - wie in der vergangenen Saison Sudweyhe, die eigentlich schon längst gerettet waren -  zum Schluss durchgereicht.

Weiterhin ist es wichtig, im Bezirk unbedingt die Spiele mit elf Spielern zu beenden und nicht durch Disziplinlosigkeiten die eigene Mannschaft zu schwächen. Hier wird die Unterzahl sofort ausgenutzt. Die bereits Etablierten machen dann kurzen Prozess und man steht am Ende mit leeren Händen da.

 

Bedarf es noch Ergänzungen im Kader?

 

Wir brauchen unbedingt einen Torwart und einen dazugehörigen Torwarttrainer. Matthias Haberzettl, unser Torwart der 2. Herren, hat jetzt ein paar Mal ausgeholfen. Es ist aber keine Dauerlösung. Peter Berkenkamp wird es mir danken. Er ist dann als 2.-Herren-Trainer immer der Gelackmeierte. Wir sind im Gespräch mit einigen Torhütern und es wäre richtig wichtig, diese Position mit einem festen Torwart zu besetzen. Damit würde sofort auch die Abwehr entlastet, da dann eben nicht mehr Wojtek Pilarski oder Timm Hormann ins Tor müssten. Ein neuerTorwarttrainer stünde sofort zur Verfügung.

 

Magst du schon dein neues Umfeld in Hoya mit Vorstand, Fans, Sportanlagen etc. bewerten?

 

Ich finde den engen B-Platz fast besser als den A-Platz. Man ist näher dran am Geschehen. Die Fans sind enger an einem dran. Fehlt noch die Bandenwerbung und alles wäre perfekt. Die Fans stehen hinter ihrer Mannschaft wie es sich auch gehört. Die eine oder andere kritische Bemerkung von außen sollte man gelassen sehen, sofern keine Spieler beleidigt werden. Dazu gehören natürlich auch das Schiedsrichtergespann und die Gegner. Wir sollten hier unbedingt auf ein gewisses Fair-Play, Respekt und Anerkennung für Gegner und Schiedsrichter achten. Mit dem Vorstand habe ich ja nun fast täglich zu tun. Drei Mitglieder spielen auch in der ersten Mannschaft, was wiederum kurze Drähte für etwaige Entscheidungen betrifft. Der 1. Vorsitzende Michael Tandecki ist auch fast immer am Platz, so dass nicht lange telefoniert werden muss, um den Vorstand zusammenzutrommeln.

Die Sportanlagen befinden sich in einem vernünftigen Zustand. Viele weite Ausläufe über der gesamten Sportanlage werden den Spielern in der Vorbereitung sehr viel Freude bereiten J.

 

Deine neue Mannschaft genießt im Landkreis Nienburg und auch in Teilen des Bezirks nicht unbedingt einen guten Ruf. Wie siehst du das und wie möchtest du damit umgehen?

 

Das ist leider wahr. Man kann eigentlich sogar zufrieden sein, dass in Steyerberg beim 2:3 noch neun Spieler den Platz verlassen haben und nicht fünf. Was sich dort, auch nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung des Schiedsrichters, abgespielt hat, geht auf keine Kuhhaut, und ich werde sowas auf keinen Fall dulden. Wer sich zu Disziplinlosigkeiten beim Spiel wie Beleidigungen und Tätlichkeiten hinreißen lässt und der Mannschaft schadet, wird von mir eine längere Denkpause bekommen, als ihm lieb ist. Wer drei Wochen gesperrt wird, bekommt von mir die gleiche Strafe noch obendraufgebrummt. Jemandem für eine Tätlichkeit vielleicht 20 Euro für die Mannschaftskasse  und eine Kiste Bier zu entlocken, tut den Spielern nicht weh. Nicht spielen und von der Mannschaft vorgehalten bekommen, dass sie im Stich gelassen wurde, tut dann so richtig weh. Man weiß, man könnte spielen, aber der böse Trainer lässt einen nicht. Ich zumindestens will immer spielen und würde alles dafür tun, um in die erste Elf zu kommen.

Es ist aber auch vorgekommen, dass man sich  auswärts viele persönliche Beleidigungen der gegnerischen Zuschauer anhören musste. Das ist zwar nicht besonders schön und hat mit Fair-Play nichts zu tun ,aber man muss seine Nerven in solchen prekären Situationen im Griff haben und darf unter keinen Umständen seiner Mannschaft durch Undiszipliniertheiten schaden.

Emotionen gehören natürlich zum Spiel. Ist doch klar. Aber immer das gewisse Maß im Auge behalten!!

Es ist doch viel schöner, nach solchen Spielen erhobenen Hauptes an diesen Leuten vorbeizugehen und sich über seine Leistung zu freuen.

Selbst musste ich damals durch den berüchtigten Arminia-Hannover-Tunnel oder durch den engen Drahtverhau bei Kickers Emden spazieren. Da muss man cool bleiben, selbst wenn die Aussprache dieser sogenannten Fans etwas flüssiger ist.

 

Die Truppe gilt als „eingeschworener Haufen“ mit gewissen Riten und Ritualen. Willst du Grundlegendes ändern oder bleibt es bei Treffpunkten wie Filmhof und Friedhof?

 

Der Teamgeist dieser Mannschaft ist einfach hervorragend und die Treffpunkte sollten so beibehalten werden. Ich habe der Mannschaft auch schon gesagt, dass das was ganz Großes ist, sich am Friedhof zu treffen, um sich dort einzuschwören, und höher zu bewerten ist als jeder Sieg.

Als ich das damals in der Zeitung gelesen hatte, lief es mir eiskalt den Rücken runter und ich hatte zu der Zeit schon allergrößten Respekt vor solch einer Geste. Für immer ein Team. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, weil mir wieder ein Kloß im Hals sitzt und diese Sache für mich wirklich rührend und großartig ist.

 

 

In Sachen Geselligkeit: Was kann das Team diesbezüglich von dir erwarten?

 

Ich bin auf Feiern sicher nicht der Erste, der geht, aber auch nicht der Letzte. Die jungen Leute gehen doch meistens ab Mitternacht noch in die umliegenden Discotheken. Da muss ich nicht mehr mithalten. Besonders wenn es um Energy-Drinks geht. Bleibt es bei Bier und es ist nicht die gelbe Kiste mit den 27 Flaschen (Anm. der  Redaktion: Daran, lieber Coach, musst du dich wohl gewöhnen....) halte ich gegen jeden Spieler dagegen.

 

 

Danke für die klaren Worte und viel Erfolg mit deinen Jungs!

 

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. Januar 2012 um 12:46 Uhr
 
SK-Cup: Helfer benötigt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Mittwoch, den 04. Januar 2012 um 16:17 Uhr

 

Für den Sparkassen-Cup (13. bis 15. Januar) der SG Hoya in der großen Sporthalle sind während einer Besprechung am Dienstagabend die letzten Weichen gestellt worden. Allerdings gibt es einige Situationen, in denen Vorstand und Organisations-Team dringend noch Helfer benötigen! 

Alle, die irgendwie Zeit aufbringen können, sind gebeten, zu den nachfolgenden Zeiten in/an der Halle aufzutauchen, um ihren Anteil zum Gelingen des Ganzen beizutragen.

1. Zelt-Aufbau am Mittwoch, 11. Januar, ab 14 Uhr.

2. Einrichten des Zeltes am Freitag, 13. Januar, ab etwa 10 Uhr.

3. Herrichten der Halle am Freitag, 13. Januar, ab etwa 15 Uhr (nach dem Schulsport).

4. Ausräumen des Zeltes am Sonntag, 15. Januar, im Anschluss an das B-Junioren-Turnier (etwa 15.30 Uhr).

5. Zelt-Abbau am Montag, 16. Januar, ab etwa 9 Uhr.

 

 

 
Neues aus der Nachbarschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Dienstag, den 03. Januar 2012 um 18:28 Uhr

 

Der heutigen Ausgabe der Nienburger Zeitung "Die Harke" ist der Rubrik "Neues aus der Fußballszene" eine interessante Neuigkeit zu entnehmen. Sie betrifft  "Akis" Bruder Volker Eisermann..  Er, der am 28. Februar seinen 48. Geburtstag feiert, ist in der Rückrunde nicht mehr Trainer und Spieler beim ASC Nienburg, sondern nur noch Spieler. Als Trainer fungiert der 38-jährige Mirco Heller, der in Stöckse dem ehemaligen ASC-Coach Omer Preljevic Platz machen musste.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. Januar 2012 um 18:34 Uhr
 
Erstes Training mit Sieling rückt näher PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Dienstag, den 03. Januar 2012 um 15:01 Uhr

 

Uwe Sieling, der Nachfolger von Jens ("Piwi") Meyer als Trainer der Fußballer der "Ersten" der SG Hoya, kann "nicht abwarten, bis es endlich losgeht", wie er sagte. Er erinnert an das erste Training seines Teams am Donnerstag, 12. Januar, um 19.30 Uhr. Im an alle Akteure des Kaders verteilten Trainingsplan zur Vorbereitung auf die Kreisliga-Rückrunde steht ferner sein "Auftrag" an die Spieler, 14 Tage vor der Vorbereitung zweimal wöchentlich 30-minütige Ausdauerläufe zu unternehmen...

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. Januar 2012 um 18:29 Uhr
 
SK-Cup: Besprechung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Kurt Henschel   
Dienstag, den 03. Januar 2012 um 14:56 Uhr

 

Alle an Organisation und Ausführung des Sparkassen-Cups (13. bis 15. Januar) beteiligten Kräfte der SG Hoya treffen sich am heutigen Dienstagabend um 19.30 Uhr im Anbau der großen Sporthalle, um letzte Details für die Großveranstaltung zu besprechen und Datail-Aufgaben zu verteilen. In diesem Zusammenhang erinnert der Vorstand an den Termin des Zeltaufbaus an der Halle: Am Mittwoch, 11. Januar, ist dort ab 14 Uhr jede helfende Hand willkommen.

 
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